TFP-Shooting

 

 

Fotoaufnahmen auf TFP-Basis finden sowohl auf Amateurebene als auch im professionellen Bereich statt. Häufig finden Aufnahmen auf TFP-Basis im experimentellen Bereich Anwendung, der weniger auf die kommerzielle Auswertung der späteren Bilder abzielt, als dass sie das handwerkliche Geschick und ästhetische Gespür des Fotografen und die Ausstrahlung des Models widerspiegeln sollen. Bilder aus TFP-Fotoaufnahmen dienen somit meistens der Eigenwerbung für Modell und Fotograf.

Der Gegensatz zu TFP-Fotoaufnahmen sind sogenannte „Pay“-Fotoaufnahmen, bei denen entweder das Fotomodell den Fotografen, oder der Fotograf das Fotomodell bezahlt. Wird das Modell bezahlt, ist durch das Honorar der Aufwand des Modells normalerweise abgegolten, d. h. das Modell erhält im Gegensatz zu TFP-Fotoaufnahmen keine Bildabzüge, es sei denn, dies wird anders vereinbart.

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Rechtliches

Rechtliche Grundlagen
Zwar gibt es für Sachobjekte wie Gegenstände und Gebäude kein rechtliches Gegenstück zum Recht am eigenen Bild, also kein Recht am Bild der eigenen Sache. Davon abzugrenzen ist das Recht des Urhebers an seinem Werk. Aber auch das Markenrecht und ein Geschmacksmusterschutz kann die Verbreitung und Veröffentlichung von Sachfotos einschränken. Das Fotografieren auf fremden Grundstücken und das Abbilden von Sachen in fremdem Besitz kann in Deutschland und anderen Staaten außerdem dem Hausrecht und dem Sachenrecht, insbesondere dem Eigentumsrecht unterliegen. Dies gilt für Sachfotos, die nicht im Rahmen einer Panoramafreiheit ohne Zustimmung zulässig sind, und für Bildaufnahmen auf einem privaten Grundstück (auch z. B. Konzert, Sporthalle, Stadion, Museum, Bahnhof, Schule, Universität, Krankenhaus, Einkaufszentrum usw.).

Ein Property Release belegt die Zustimmung des Eigentümers (bzw. Rechteinhabers) zu bestimmten Nutzungsarten eines solchen Fotos (wie etwa Berichterstattung, Werbung, Eigenwerbung) durch den Fotografen sowie die Dauer der Rechteeinräumung. Auch für Tierfotos z. B. in Zoos, auf Hundeplätzen oder bei Reitturnieren kann eine Fotografiererlaubnis erforderlich sein. Im Rahmen der Religionsfreiheit können Kirchen zusätzliche Rechte geltend machen.

Manche Bildagenturen fordern grundsätzlich eine schriftliche Fotogenehmigung für bestimmte Sachfotos.